Skip to content

Wie sich Griechenland auf die Rückkehr zur Drachme vorbereitet.

20. September 2011

Geheimplan: Wie sich Griechenland auf die Rückkehr zur Drachme vorbereitet von Christine Rütlisberger – vielen Dank an Rüdiger für den Hinweis, sagt Maria Lourdes!

Das Schweizer Unternehmen Orell Füssli Security Printing druckt Schweizer Franken, den Pass der Schweizer, israelische Schekel – und vielleicht schon bald auch griechische Drachmen. Athen hat jedenfalls diskret erkunden lassen, welche Druckereien eine neue Währung produzieren könnten, ohne dass es gleich die ganze Welt erfährt.

Noch ist nichts entschieden. Aber alle Vorbereitungen sind getroffen. Und im Bedarfsfalle könnte es sehr schnell gehen. Theodoros Pangalos ist der stellvertretende griechische Ministerpräsident. Er hat Volkswirtschaft studiert und ist ein bekennender Deutschen-Hasser. Der Sozialist Pangalos behauptet, dass Deutschland den Griechen noch viel schulde – angeblich haben Deutsche den Griechen alles Gold und Geld geraubt und bislang dafür keine Entschädigung gezahlt. Geht es nach Pangalos, dann könnte eine neue griechische Drachme überall auf der Welt gedruckt werden – nur nicht in der Türkei und in Deutschland.

Auch im Umfeld von Pangalos ist die griechische Regierung unter Hochdruck diskret damit beschäftigt, im Falle eines erwarteten Zusammenbruchs den Übergang zu einer neuen Währung so zu gestalten, dass Griechenland nicht im Bürgerkrieg versinkt und es keine neue Militärdiktatur geben wird. Pangalos war in der Zeit der griechischen Militärdiktatur (1967 bis 1974) immerhin aktiver Widerstandskämpfer. Und das Athener Regime erkannte ihm damals sogar die Staatsbürgerschaft ab. Der Mann weiß also, wovon er spricht. Man weiß in seinem Umfeld ebenfalls, dass es eine reine Frage der Zeit ist, bis Griechenland nicht mehr Mitglied der Euro-Zone sein wird.

Im Umfeld von Pangalos ist jedem Abteilungsleiter klar, dass die innenpolitische Lage unkontrollierbar wird, wenn in Massen Staatsbedienstete entlassen und Löhne nicht mehr gezahlt werden können. In der Situation werden alle Griechen auf einen Schlag versuchen, ihre Sparguthaben abzuheben. Spätestens dann müssen die Bankautomaten geschlossen werden (in jedem Fall an einem Freitag nach Schließung der Banken). Allerdings nur für einige Tage. Die Grenzen werden geschlossen werden. Und wenn sie nach einigen Tagen wieder geöffnet werden, gibt es Kapitalverkehrskontrollen. In der Zwischenzeit haben alle (nicht in Umlauf befindlichen) Euro-Scheine in Griechenland den Aufdruck einer provisorischen Ersatzwährung bekommen. Sie bleibt nur so lange gültig, bis die neue Drachme eingeführt werden kann. Das dauert einige Zeit, weil auch alle Automaten umgestellt werden müssen. Griechische Euro-Münzen werden dann bald nur noch Sammlerwert haben.

Über die Druckaufträge für die Banknoten wird schon jetzt intern beraten. Wahrscheinlich wird die Schweizer Orell Füssli Security Printing den Auftrag bekommen. Eine offizielle Anfrage der Griechen gibt es bei Orell Füssli Security Printing allerdings noch nicht. Die aber könnte jetzt sehr schnell folgen, denn die Griechen wollen bei der Rückkehr zur Drachme unbedingt eine Polymer-Banknote. Die Israelis lassen ihre Schekel seit Jahresbeginn aus Sicherheitsgründen als Polymer-Banknote bei Orell Füssli Security Printing in Zürich drucken und haben damit beste Erfahrungen gemacht.

Man darf gespannt sein, welche weiteren Schritte der stellvertretende Ministerpräsident Theodoros Pangalos im Hintergrund für seinen Parteifreund, den Ministerpräsidenten Papandreou, vorbereitet. Die Ideen, die aus seiner Umgebung kommen und verwirklicht werden, sind zum Teil jedenfalls unglaublich: Gerade erst hat die Athener Regierung Schwarzbauten in Naturschutzgebieten legalisiert – vorausgesetzt, die Eigentümer zahlen dafür, dass die Bauten künftig legalisiert werden. Alle Naturschutzorganisationen liefen Sturm gegen das Vorhaben – es hat nichts geholfen. Und dann werden von Athen auch noch Konzessionen für Ölbohrungen im Mittelmeer vergeben. Naturschutzinteressen zählen heute eben nicht mehr. Es geht jetzt knallhart ums Geld – um die neuen Drachmen.

Quelle: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/wirtschaft-und-finanzen/christine-ruetlisberger/geheimplan-wie-sich-griechenland-auf-die-rueckkehr-zur-drachme-vorbereitet.html

Advertisements
Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: