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Finanzkrise – kommt die DM wieder – Euro-Austritt und Währungsreform möglich…

16. Oktober 2011

Nur ein Euroaustritt kann die sich zuspitzende Lage in Europa entschärfen. Konsequenz: Deutschland könnte entweder ein Parallel-Währung einführen oder gleich ganz auf DM (Neue Deutsche Mark) umstellen. In beiden Fällen ist eine Golddeckung hilfreich. – Studie: Drei Wege aus dem Euro. Ein Ausstieg ist machbar.

von Prof. Dr. Philipp Bagus Quelle MMNews

Die Kosten und Risiken des Verbleibens in der Eurozone sind erheblich und steigen Tag für Tag. Doch wie kann man aus dem Euro austreten? Die angeblich unüberwindbaren Probleme zeigen sich bei genauerer Betrachtung als lösbar: mit überlegten Verhandlungen und den richtigen begleitenden Maßnahmen. Es erscheint als würden die Profiteure des Euro die angeblichen Nachteile des Euroaustritts bewusst übertreiben.

In meiner Studie stelle ich nach Auflistung der Kosten und Risiken des Euros sogar drei mögliche Austrittswege vor.

Zunächst könnten alle inländischen Verträge und Konten in die neue nationale Währung – beispielsweise eine neue DM (NDM)-  umbenannt werden. Um massive Kapitalströme sowie ein demokratisches Defizit zu umgehen, bietet sich zunächst eine „provisorische“ Umstellung an. Nach einem Übergangszeit, die demokratische Debatte oder sogar ein Referendum einschließt, wird dann entweder endgültig auf die NDM umgestellt oder der Euro bleibt. Im ersteren Falle würden die mittlerweile gedruckten und geprägten Scheine und Münzen gegen Euroscheine und Euromünzen getauscht, die das Landeszeichen tragen.

Als zweite Möglichkeit bietet sich die Einführung einer nationalen Währung parallel zum Euro an. Diese Währung ist bestenfalls 100% mit Edelmetallen gedeckt (z.B. mit dem Gold der Bundesbank) und konkurriert den Euro aus dem Umlauf. Sie kann zur Bezahlung der  Staatsanleihen oder Staatsbediensteten in den Umlauf kommen. Die Zentralbank steigt aus dem Eurosystem mit seinen drohenden Verlusten aus. Die Regierung verlässt die riskanten und teuren Rettungsschirme.

Letztlich gibt es noch die Möglichkeit der Einführung einer vollkommenen Währungsfreiheit. Es gibt kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr und die Menschen nutzen die Währung, welche sie am stabilsten halten. Mittelfristig werden sich wahrscheinlich wieder metallgedeckte Währungen im Wettbewerb durchsetzen.

Der Euroaustritt sollte in jedem Fall von weiteren Maßnahmen begleitet werden. So ist es essentiell, dass die Menschen die neue Währung für weniger inflationär als den Euro halten. Ansonsten kommt es zur Flucht aus dem Land von Unternehmern, Investoren und Menschen. Im deutschen Falle wäre es einfach, da die Menschen eine NDM als weniger inflationär als den Euro halten werden. Im griechischen Fall ist es schwieriger. Jedoch sollte auch Deutschland begleitende Reformen vornehmen um Verwerfungen, die durch einen Euroaustritt entstehen, besser überstehen zu können. Die Krise des Euro ist in erster Linie eine Krise des Staates, der sich derart aufgebläht hat, dass er den Bestand der Währung gefährdet. Er muss dringend zurückgefahren werden.

Zunächst sollte die Gunst der Stunde genutzt werden und endlich das Geld- und Bankensystem auf eine solide Basis zu stellen. So könnte ein 100 prozentiger Goldstandard eingeführt werden, der es Banken unmöglich macht, Geld aus dem Nichts zu schaffen – dieses Privileg ist nicht nur ungerecht, sondern auch die Hauptursache der Finanzkrise und gegenwärtig wohl das Hauptübel der Menschheit.

Zudem sollte das Bankensystem privat saniert werden, also ohne Belastung des Steuerzahlers.  Dabei muss auch der Zusammenbruch von Banken in Kauf genommen werden, sodass der Finanzsektor auf ein gesundes Maß zurückschrumpfen und Kapital für wichtigere Projekte freigesetzt werden kann. Weiterhin muss das Staatsdefiziteliminiert werden, da sonst eine Inflation der neuen Währung erwartet wird. Die bestehende Staatsschuld sollte restrukturiert, das Staatseigentum privatisiert, die Märkte flexibilisiert und dereguliert, und die Steuern gesenkt werden. Dies setzt Kapital, Innovationen und Wachstumskräfte frei, welche bei den Umstrukturierungen sehr hilfreich sind.

Wird ein Euroaustritt von den angeführten Maßnahmen begleitet, wird er ein Triumpf für Freiheit, Wohlstand und Frieden in Europa sein. Die Alternative bedeutet Stagnation, Inflation, Zentralisierung und Konflikte.

Die gesamte ausführliche Studie zum Euroaustritt findet sich HIER:  (PDF)download

Hankel, Farage, Bagus vor EU-Parlament

Letzten Mittwoch vor dem Europäischen Parlament: Prof. Philipp Bagus, Nigel Farage und Prof. Wilhelm Hankel stellen die Studie zum Euro-Austritt vor. Die Aktion wurde von den Medien leider ignoriert. Auch das Parlament war ziemlich leer. Die meisten Abgeordneten blieben dem Vortrag fern.

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3 Kommentare
  1. Nonkonformer permalink

    Der Herr Professor übersieht aber geflissentlich oder naiv die Tatsache, daß wir als nicht
    souveränes Land – roter Paß als Nachweis eines besetzten Staates – erst die „Drei Hohen Mächte“
    um Erlaubnis einer Währungsreform fragen müssen!
    Der Besatzervorbehalt muß offenbar bis 2099 beachtet werden, ob wir dann daraus entlassen
    werden, ist auch nicht gewiß. Wer die Existenz dieses Vorbehaltes bestreitet, ist entweder ein
    Dummkopf oder ein Verbrecher, Diktion frei nach Berthold Brecht.
    Die Erhardsche Währungsreform 1948 – noch vor der Ausrufung des Vasallenstaates BRD – war
    selbstvertändlich auch erst nach Genehmigung durch die drei genannten Siegermächte ermöglicht
    worden. Heute verstöße die Wiedereinführung einer neuen D-Mark insbesonders gegen Frank=
    reichs „vitale“ Interessen, deren damaliger Präsident Mitterand bekanntlich die kleine Wiederver=
    einigung erst zuließ, als die Euro-Einführung durch Kohl zugesichert wurde.
    Es ist einfach für solche Bewertungen wie die des Wirtschaftsprofessors unpolitisch-naiv, diese
    Kautelen außer Acht zu lassen.

  2. Nonkonformer permalink

    Entschuldigung, Herr Professor! Jjetzt habe ich mir den Film erst angesehen und bemerkt daß
    Sie blutjunger Spanier sind, Sie sehen aus wie Anfang Dreißig!
    Da können Sie natürlich von unserem „deutschen Verlierer-Syndrom“, der permanenten Unter=
    jochung und Erpressung durch die Drei Hohen Mächte“ natürlich nicht das Geringste wissen!
    P.S: Nigel Farrage in allen Ehren, er ist ein brillanter Rhetor, soll auch eine deutsche Ehefrau
    haben, wie der Chef der britischen Liberalen, zwei deutschfreundliche britische Politiker, hat es
    lange nicht gegeben! Aber: Sie scheinen vergessen zu haben, wie Margret Thatcher gegen die
    deutsche Wiedervereinigung polemisierte, wahrscheinlich wollte sie gemäß dem brit. Motto „Keine
    Macht auf dem Kontinent darf stärker als England sein“ diese Vereinigung mit allen Mitteln
    verhindern, ihr Kompagnon Mitterand konnte sie nur dadurch zur Akzeptanz überreden, daß er
    ihr die Aufgabe der D-Mark für den „Euro“ als entscheidende Schwächung Deutschlands schmack=
    haft machte! Insoweit hat auch England eine Mitschuld an der Euro-Entstehung, eine ganz ent=
    scheidende sogar. „Le Monde“ hat ja dann bestätigt mit der Schlagzeile, daß die Engländer keine
    Angst vor dem wiedervereinigten „Kleindeustchland“ haben müßten, „der Euro sei Versailles ohne
    Krieg!“

  3. Das Problem wird damit auch nicht behoben. Ich glaube dass es nur noch schlimmer wird. Wenn unsere geliebte Deutsche Mark wieder kommt haben wir wieder eine weitere Währungsreform und unser Geld ist am Ende noch weniger wert. Und wenn die Deutsche Mark wieder eingeführt wird wer darf das Bezahlen (die Alten Scheine sind vernichtet). Wir können es drehen und wenden wie wir wollen das Volk muss immer Zahlen. Egal in Euro oder DM (2).

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