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Türkische Truppen marschieren im Nordirak ein… ein Flächenbrand?

19. Oktober 2011

Bei einem der schwersten PKK-Angriffe seit Jahren haben kurdische Kämpfer in der Türkei mindestens 26 türkische Soldaten getötet. Erstveröffentlichung bei Weltkrieg.cc

Die türkischen Streitkräfte reagierten mit Bombenangriffen im Nordirak.

Kurdische Rebellen haben Berichten zufolge im türkischen Grenzgebiet zum Irak 24 türkische Soldaten getötet. Darauf haben türkische Truppen auf der Jagd nach den Schuldigen die Grenze zum Nordirak überschritten.

Das berichteten örtliche Medien am Mittwoch. Angehörige der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK griffen offenbar am frühen Mittwochmorgen mit automatischen Waffen eine Armeeunterkunft in der Stadt Cukurca an. Die meisten Soldaten hätten zu dem Zeitpunkt geschlafen, berichtete die Nachrichtenagentur Dogan Haber.

18 Soldaten verwundet: Wachleute erwiderten das Feuer und es kam zu einem halbstündigen Gefecht, bei dem auch 18 Soldaten verwundet wurden. Anschliessend flohen die Angreifer, während Helikopter über der Ortschaft kreisten. Die Angreifer würden von Sicherheitskräften verfolgt, meldete der Sender NTV.

Zur gleichen Zeit griffen PKK-Kämpfer laut NTV sieben andere Ziele in der Grenzprovinz Hakkari an. Die Armeeunterkunft liegt nahe der irakischen Grenze, es wird daher vermutet, dass die Kämpfer aus dem Nordirak kamen. Die PKK unterhält dort mehrere Militärlager.

Als Terrororganisation eingestuft: Türkische Kampfflugzeuge hoben laut NTV von einem Flugplatz in der Provinz Diyarbarkir in der Südosttürkei ab, um Angreifer im Nordirak zu bombardieren. Die der kurdischen PKK nahestehende Nachrichtenagentur Firat berichtete zudem, nach der PKK-Attacke in der Türkei hätten türkische Stosstrupps an zwei Orten die Grenze zum Irak überquert.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sagte wegen des Angriffs einen geplanten Besuch in Kasachstan ab. Generalstabschef General Necdet Özel besuchte den Angriffsort. Das türkische Parlament hatte Anfang Oktober das Mandat der Regierung zur Bekämpfung der PKK im Nordirak verlängert.

Die PKK wird von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie kämpft seit Anfang der 1980er Jahre für Unabhängigkeit oder grössere Autonomie der Kurdengebiete in der Türkei. Kurdische Organisationen beklagen eine systematische Diskriminierung ihrer Volksgruppe durch den türkischen Staat. Etwa 45’000 Menschen haben in dem Konflikt ihr Leben verloren. (wid/sda) Quelle: bazonline.ch

Erdogan Ein Meister der Täuschung

Jürgen P. Fuß, der viele Jahre lang mit seiner Frau in der Türkei gelebt und dabei Land und Leute kennengelernt hat, liefert mit Erdogan – ein Meister der Täuschung eine umfassende Biografie des türkischen Machtpolitikers und eine entlarvende Analyse seiner politischen Aktivitäten als Parteivorsitzender der AKP und Ministerpräsident der Türkei.

Bereits 1998 wurde der frühere Istanbuler Bürgermeister Erdogan wegen öffentlichen Zitierens der folgenden Verse zu einer Gefängnisstrafe verurteilt: »Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Minarette sind unsere Bajonette [.] die Moscheen sind unsere Kasernen.« Erst nach einer Verfassungsänderung konnte Erdogan für das türkische Parlament kandidieren und am 11. März 2003 Ministerpräsident werden. Seit dieser Zeit beherrscht Erdogan die hohe Kunst des Verstellens, Verschleierns und Täuschens als erfolgreiche Methode eines schleichenden Machterwerbs. Fuß‘ faktenreiche und auf intimer Kenntnis der türkischen Verhältnisse basierende Arbeit zeigt: Erdogan, der aus der radikal-islamischen und autoritären Millî-Görüs¸-Bewegung Erbakans kommt, strebt für die Türkei eine Führungsrolle in Europa, Vorderasien und im Nahen Osten an. Und der Islam soll die alle Lebensbereiche beherrschende Religion werden. Für Fuß gibt es deshalb nur eine zwingende politische Schlussfolgerung: Die Türkei darf nicht Mitglied im europäischen Staatenverbund werden.  Erdogan Ein Meister der Täuschung

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