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Wie westliche Propaganda zur Kriegsvorbereitung funktioniert

9. November 2011

Ähnlich, wie bereits 2003 gegen den Irak, soll es nun auch bald gegen den Iran Krieg geführt werden. Und ähnlich werden wir als “aufgeklärte westliche Welt” wiederum mittels unserer Medien behutsam darauf vorbereitet. Quelle: meinezeitung24.com

Nun geschieht seit vielen Monaten ein ähnliches Phänomen, wie schon bereits zu Zeiten vor dem Irak Krieg. Damals war es Saddam Hussein, solange der USA als Kriegs- und Geschäftspartner dienlich,  bis er anschließend durch mediale Propaganda zum Unmenschen und Tyrann herangezüchtet wurde.

Den Medien ging es damals primär darum, diesen Menschen “Saddam Hussein” in den Köpfen der Menschen der westlichen Welt zur “Verkörperung des Bösen” heranwachsen zu lassen. Dazu wurden alle Mittel und Wege in Bewegung gesetzt. Es gab damals keinen einflussreichen Politiker, der nicht für einen Krieg argumentierte. Es gab kein einziges Medium, dass an der Existenz von Massenvernichtungswaffen Zweifel kundtat. Keine einzige kritische mediale Stimme gegen ein damals zukünftiges Verbrechen, daß das Leben von Millionen Iraker ernsthaft bedrohte.

Mediale Kriegsvorbereitung gegen den Iran

Nun bekommt man in den letzten Monaten immer mehr kurze unscheinbare News-Schnipsel gegen den Iran zu lesen, welche uns besonders eines suggerieren sollen: Nämlich, dass der Iran, vor allem aber sein amtsinhabender Präsident, Mahmud Ahmadinedschad, unberechenbar, unzurechnungsfähig, irre, ungebildet, skrupellos, kriegstreibend, hasserfüllt sei.

Die Beispiele – Was innerhalb von wenigen Wochen auf uns medial einströmt
“Iran: 18-jähriger steht trotz fehlender Beweise vor dem Tod am Strang”, “Iran: Der höchste Geistliche Ayatollah Ali Chamenei lehnt Musik ab”, “Die Mehrheit der arabischen Welt unterstützt die iranische Atombombe”, “Iran droht mit dem Countdown zur Vernichtung Israels”, “Misshandelt und Vergewaltigt: Iranische Oppositionelle wird in Deutschland aufgenommen”, “Iran: Christen, die Moslems Bibel schenken, droht Todesstrafe”, “Mehrere Länder weigern sich, iranische Passagierflugzeuge aufzutanken”, “Iranerin wird wegen Ehebruchs gesteinigt”, “Iran veröffentlicht Liste mit akzeptablen Männerhaarschnitten”, “Israel überzeugt USA von Militäroption gegen den Iran”, “Brasilien bietet zu Tode verurteilter Iranerin Asyl an”, “Teheran: Iranische Hauptstadt mit riesiger Rattenplage konfrontiert”, “Sechs Tote bei Absturz von israelischem Hubschrauber bei Iran-Angriffstraining”, “Moskau: Irankrieg wahrscheinlich, deshalb keine Raketen für Teheran”, “Iran: Anwalt der zu Tode gesteinigten verschollen”, “Türkei: Probleme mit Flüchtlingen aus dem Iran”, “Iranischer Atomforscher läuft zur CIA über”, “Iran entwickelt eigenen Tarnkappenbomber”, “Deutschland bietet 50 Iranern neue Heimat”, “Arabischer Diplomat befürwortet US-Militärschlag gegen den Iran”, “Iranischer Geistlicher sieht im Verhalten von Frauen Ursache von Erdbeben”, “Sieg für den Iran in israelischer Kriegssimulation”, “Iran warnt – Nicht viel würde von Israel übrig bleiben”, “Iranische Frauen können wegen gebräunter Haut verhaftet werden”.

Gibt es nach all diesen Informationsbrocken überhaupt noch Zweifel daran, dass es sich beim Iran um die fleischgewordene Brut des Bösen handelt, dass sämtliche Absichten des Iran böswilliger Natur sind?
Kann es überhaupt noch Zweifel daran geben, dass ein Krieg gegen den Iran inzwischen notwendig ist?!
Und die Antwort lautet: Ja! Lassen sie sich auf keinem Fall das Gegenteil einreden!

Die bittere Pille der Wahrheit
Wie würde die Antwort der Medien auf diese Frage wohl aussehen? Wäre Sie neutral gehalten? Würde sie die Argumente der unterschiedlichen Seiten gegeneinander abwägen?

Wie genau sehen eigentlich die Argumente des Iranischen Präsidenten aus? Der Antwort auf diese Frage versuchten wir bereits im Artikel “Der Eklat in Genf – Was genau sagte der iranische Präsident eigentlich?” auf den Grund zu gehen.

Unser aller Verantwortung – Wie man sich ein eigenes Bild macht
Nun steht noch eine Frage offen im Raum. Was genau sind die Inhalte dessen, was den Iranischen Präsidenten so gefährlich machen? Am besten ist, wenn wir ihn selbst zu Wort kommen lassen.

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From → Iran, Lupo Cattivo

4 Kommentare
  1. Liebe Maria Lourdes,

    Meine Hochachtung für deine schier unglaubliche Arbeitsleistung! Danke!

    So, das wollte ich schon lange mal sagen.

    Ich bin seit einiger Zeit damit beschäftigt, die Dinge, über die du und Lupo geschrieben habt, aufzunehmen, drüber nachzudenken und genauere Fragen formulieren zu lernen, ohne dass ich euer großes Angebot blicklos ich mich hineinfress.

    Manchmal hätte ich auch ein kleines Leser-Feedback an dich, das die Gestaltung des einen oder anderen Textes betrifft, wenn ich merke, dass mich was irritiert, will dich aber dann keineswegs damit aufhalten. Gibt es bei dir einen Platz auf dem Blog für solcherlei Rückmeldungen, die mit dem Inhalt an sich vordergründig erst mal weniger was zu tun haben?

    • @Gelenkgesund, schreib mir halt einen Kommentar, den ich dann nicht veröffentliche – wennst manchmal irritiert bist, gehts Dir genau wie mir mit lupo –
      Leser Feedback ist immer gut, extra Platz hab ich da nicht auf dem Blog, habe mein Email Postfach eh schon mehr als genug voll.
      Bei Dir ist das aber kein Problem, wenn ich Dir -egal wie- helfen kann oder Du mir -mit Rat- machen wir das, gruss Maria Lourdes!

  2. Hallo Maria,

    Gratulation zu deiner Seite!

    Sehr toll, dass auch du dich den brisanten Themen dieser Welt widmest. 😉

    By the way, es heisst „meinezeitung24.com“, nicht „meineseite24.com“.

    Mach weiter so,

    alles Liebe,
    JulianR.
    mz24 Redaktion

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