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Afghanistan: ausländische Streitkräfte in Produktion und Handel von Drogen im Land beteiligt gewesen

4. Dezember 2011

Afghanische Abgeordnete: britische Truppen bildeten Experten für Opiumanbau in Helmand aus.

Auch wenn solche Vorgänge wohl eher ein offenes Geheimnis sind, dürfte diese Aussage in Afghanistan und international für Wirbel sorgen. Die afghanische Parlamentsabgeordnete Nasimeh Niazi sagte gegenüber der iranischen Fars News Agency (FNA) am 20. April, ausländische Streitkräfte, die in Afghanistan eingesetzt wurden, seien in Produktion und Handel von verbotenen Drogen im Land beteiligt gewesen. Die britischen Soldaten hätten sogar „Opium-Experten“ ausgebildet. Quelle Artikel Büso

Großbritannien setzte seit Anfang 2006 7000 Soldaten in der Helmand-Provinz ein. In Helmand, wo das meiste afghanische Opium produziert wird, konnte man seit 2006 ein gewaltiges Wachstum der Opium-Produktion registrieren. Im Jahr 2007 erreichte es einen Stand von 4.400 Tonnen, fast der gesamte Jahreskonsum weltweit. Aufgrund der britischen Forschung sei die Produktivität pro Hektar enorm gewachsen.

Frau Niazi betonte auch,  die Helmand-Provinz im Südwesten von Afghanistan sei umgewandelt worden in ein profitables Zentrum, mit dem ausländische Nationen sich einen Fonds geschaffen hätten, um die Kosten ihres Einsatzes zu decken. Es gebe nun massenhaft Heroinlaboratorien in Helmand, die vor der Invasion 2001 nicht existierten, und diese arbeiteten nun ganz offen. Sie wies auch darauf hin, daß mit der ausländischen „Experten-Hilfe“ die Umwandlung von Opium in Heroin in Afghanistan um fast 30 % gestiegen sei.

Bei ihrer letzten Reise in die Helmand-Provinz sei ihr aufgefallen, daß ausländische Militärs „vortäuschten“, sie würden Schlafmohn-Farmen vernichten. Niazi:  „Ich merkte jedoch, dass sie in Wirklichkeit einige kleine Farmen vernichteten, deren Eigentümer arme Bauern waren, die keine Macht hatten und ein oder zwei Hektar mit Schlafmohn bepflanzt hatten“, um zu überleben.

Die reden und wir sterben

Andreas Timmermann-Levanas war über zwanzig Jahre Berufssoldat. Er war in Bosnien und Afghanistan stationiert und zieht eine traurige Bilanz: »Die reden – wir sterben«. Dutzende in Afghanistan gefallene deutsche Soldaten konfrontieren das Land mit einer Wahrheit, die die friedliebende Nation nie hören wollte. Die Deutschen führen einen Krieg, und die Soldaten haben im Kampf für den Frieden ihren eigenen verloren. Hier zieht der Autor ein sehr persönliches und kritisches Fazit der gravierenden Versäumnisse in Armee, Politik und Gesellschaft.

Die reden und wir sterben

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