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Gegenmaßnahmen der russischen Armee gegen den Aufbau der europäischen Raketenabwehr

8. Dezember 2011

Die russische Armee hat bereits mit Gegenmaßnahmen gegen den Aufbau der europäischen Raketenabwehr begonnnen, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Donnerstag. Dies teilte Generalstabschef Nikolai Makarow bei einem Treffen mit den Militärattachés der Botschaften in Moskau mit. Makarow lüftete zwar keine großen Geheimnisse,  berichtete aber über den Zustand der russischen Armee. Zudem betonte Makarow prinzipielle Position Moskaus zu den Fragen der inneren und internationalen Sicherheit. Quelle: rian.ru –

Die russischen Politiker, Diplomaten und Militärs sind heute vor allem über die Raketenabwehrplänen Pentagons beunruhigt.

„Uns wird gesagt, es handelt sich um die ferne Zukunft. 2018/2020 ist nicht mehr weit entfernt. Wir sehen aber bereits, wie das Raketenabwehrsystem aufgebaut und inwieweit schnell und intensiv es in Europa mit den nicht angekündigten Zielen integriert wird. Wir sind darüber sehr beunruhigt“, sagte Makarow.

Makarow erinnerte daran, dass vom Westen bereits zwei Vorschläge Moskaus zur Raketenabwehr-Kooperation abgelehnt wurden. Nachdem die Nato das Angebot abgeschlagen hat, die Raketenabwehr nach Sektoren aufzubauen, schlug Moskau vor, die Raketenabwehr-Elemente so zu stationieren, dass ihre Reichweite keine Gefahr für Russland darstellt. Im Gegenzug erklärte sich Russland bereit, den Verantwortungsbereich seiner Raketenabwehr auf seine Grenzen einzuschränken.

Auch dieses Angebot wurde von der Nato ignoriert. Ohne weitere Verhandlungen auszuschließen, wurde Russland gezwungen, Gegenmaßnahmen zu treffen. Sie müssen jetzt und nicht 2018 getroffen werden, wenn das europäische Raketenabwehrsystem zum Faktum wird.

Der erste Schritt wurde bereits unternommen: In Kaliningrad wurde eine neue Radarstation des Typs „Woronesch-DM“ in Betrieb genommen. Sie kann alle Starts in einer Entfernung von 4000 Kilometern verfolgen. In drei Jahren wird das Radar einen Radius von 6000 Kilometern haben. Dadurch wird nicht nur ganz Westeuropa sondern auch entfernte Gebiete kontrolliert. Nötigenfalls kann der Raketenkomplex „Iskander-M“ im Gebiet Kaliningrad stationiert werden.

Laut Makarow kann wegen des europäischen Raketenabwehrsystems das Rüstungsprogramm noch geändert werden. Doch die geplante Umrüstung der russischen Armee wird weiter eingehalten.

Linkverweise

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Medwedew: „Was die Raketenabwehr betrifft, ist die Lage um einiges komplizierter.“

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Raketenabwehrschild der USA –

Der unter der Bezeichnung „National Missile Defense“ seit Ende der neunziger Jahre geplante US-Raketenabwehrschild fuehrt zu erheblichen Spannungen zwischen den USA und Russland. Wozu dient solch ein Abwehrsystem? Die Antwort finden Sie bei Weltkrieg.cc

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2 Kommentare
  1. CHIREN ( Dr. Trzenschiok Hans Dieter ) permalink

    Wie in verschienenen Kommentaren gesagt und besprochen, wird und muss sich Russland mit China, Iran und Verbündeten militärisch zusammenschließen, was übrigens von der internationalen Geldelite auch so gesehen wird!.

    Dazu müssen die beiden Lager im Westen und Osten durch Kriegspropaganda und Kriege und Provokationen und Bloßstellungen und Erniedrigungen weiter wie wilde Hunde aufeinandergehetzt werden.

    Das ist bekannt. Aber was bleibt dem Osten anderes übrig?. Geht der Osten weiter mit Verhandlungen, hält sich versuchsweise mehr oder weniger an internationale Vereinbarungen und merkt aber, daß er Jahr für Jahr immer mehr umzingelt wird UND DASS ES EIGENTLICH GEGEN IHN GERICHTET IST, vor allem gegen Russland und China.

    Das weiß natürlich die Armee und der Geheimdienst, wenngleich nach außen hin Freundschaft mit entsprechenden westlichen Ländern gehalten wird, solange es wirtschaftlich ihnen von Nutzen ist.
    Dieses Vorgehen ist aber letztlich falsch. Zuerst sollte ein militärischer Pakt wie vergleichsweise die NATO eingegangen werden. Dann sollten die einzelnen Länder des Bündnisses nur untereinander Handel treiben und zwar so, dass insgesamt ein Wirtschaftswachstum von-bis 10% erreicht wird.

    Ich höre jetzt schon die Kritiker…das ist nicht möglich auf Dauer…, aber es geht, je nach Ausgangslage. Die Länder untereinander sollten zuerst… jedes Land alleine für seine inländische Wirtschaft zuständig sein, ebenso der Geldzufluß. Der Handel dann untereinander der militärisch Verbündeten sollte streng nicht auf Konkurrenz der einzelnen Länder ausgerichtet sein, sondern in gegenseitiger Ergänzung.

    Das bedeutet ein starkes Wirtschaftswachstum und militärische Stärke, die der NATO und Vasallen überlegen ist und einen Krieg in wenigen Tagen gegen Europa gewinnen kann.

    Es bleibt Russland und China leider nichts anderes übrig, als zunächst sich zu sammeln, wie es jetzt geschieht, nachdem der Ernst der Einkreisung verstanden worden ist. Wenn China die Energielieferungen beschnitten werden, und Russland mit Raketen rings umher bedroht werden, Kein verantwortlicher Politiker wird sein Land dem Feind ausliefern, jedenfalls nicht – bisher -in diesen Ländern.

    Die geistige Ursache von all diesem Handeln ist, daß der wahre Glaube und die reine Liebe ganz erloschen sind und stattdessen ein Wahnglaube, nämlich der Egoismus und die Selbssucht und die grenzenlose Herrschgier und Geldgier vorhanden sind.

    Neid, Geiz, Habsucht, Verfolgungen aller Art und Überwachungen und Kontrollen leider in beiden Lagern wird letztlich – nach dem Sieg der östlichen Seite – nur den retten, der es versteht, sich davon zu befreien.

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