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Christian Wulff: Solche Vorbilder braucht unser Land! Jetzt fehlt nur noch der Heiligenschein.…

24. Dezember 2011

Prof. Dr. Ing. Hans-Joachim Selenz ist Wirtschaftsethiker und  1. Vorsitzender der Initiative CLEANSTATE e.V. Für Recht und Gerechtigkeit in Politik, Staat und Wirtschaft. Bei Spreerauschen.net wurde folgender Artikel von Prof.Selenz veröffentlicht.

Bundespräsident Wulff leidet.

Deutsch: Christian Wulff (* 19. Juni 1959 in O...

Sein größter Traum war es nämlich seit frühester Jugend, Vorbild zu sein. Stets und ständig. In jeder nur denkbaren Situation.

Selbst dann, wenn er – natürlich rein zufällig – gerade mal kein Vorbild war. Auch dann bemühte er sich, dies zumindest vorbildlich zu erklären.

Als er beim kostenlosen Upgrade im Air-Berlin-Jet nach Florida erwischt worden war, räumte er zwar ein, gegen das Ministergesetz verstoßen zu haben. Nachdem er die Differenz zwischen den Economy- und den Business-Tickets gezahlt hatte, attestierte er sich sodann aber selbst – im Brustton der Überzeugung – eine gewisse „Vorbildhaftigkeit beim Umgang mit seinem Fehler“. Dabei blickte er ganz unschuldig schräg nach oben in die Kamera. Genau so, als suche er nach seinem Heiligenschein. Das nenne ich Selbst-Resozialisierung auf allerhöchstem Niveau!

Schon als sein Vor-Vorgänger Rau in der Flugaffäre steckte, bemerkte Wulff: „Ich leide physisch darunter, dass Deutschland in dieser schwierigen Zeit keinen unbefangenen Bundespräsidenten hat, der seine Stimme mit Autorität erheben kann.“ Wenn man bedenkt, dass Wulff sieben Jahre später sogar ein Buch veröffentlichte mit dem durchaus ambitionierten Titel „Lieber die Wahrheit“, kann man sich – in etwa – vorstellen, wie er damals gelitten haben muss. Eine seiner ersten Äußerungen als Bundespräsident war dann auch die Feststellung, das Politiker-Image sei jämmerlich. Den Politikern würden Häme, Spott und Misstrauen entgegengebracht. Das könne so nicht bleiben. Doch nun muss Wulff schon wieder leiden. Und das alles nur, weil er sich ein paar vorbildliche Hausfinanzierungen besorgt hatte. Und weil ihm die Geerkens aus Osnabrück, die ihm in Florida Herberge boten, dabei geholfen hatten. Statt ihn dafür zu bewundern, schütten die Medien wieder einmal Häme und Spott aus. Über einem vorbildlichen Politiker. Dabei brauchte er doch nur eine angemessene Heimstatt für seine neue Familie. Bei der Immobiliensuche halfen ihm selbstverständlich mal wieder die Geerkens aus Osnabrück. Und da er nach der Scheidung von Erstfrau Christiane knapp bei Kasse war, liehen ihm die Geerkens für das 415.000 Euro-Haus in Großburgwedel auch gleich noch eine halbe Million Euro. Zu durchaus vorbildlichen 4 Prozent.

So clever war Wulffs MP-Vorgänger Schröder nicht. Auch der war nach der Scheidung von Dritt-frau Hillu knapp bei Kasse. Schröder zog mit seiner Doris in die Arnswaldstraße in Hannover. Dort wohnten die beiden mit Tochter Klara zur Miete. In einem unscheinbaren Haus. Nach oben ging es über fünf Treppen. Die Stufen hoch in die kleine Dachgeschosswohnung waren blitzblank gefegt. Es roch nach Bohnerwachs. Die Schröders lebten durchaus ärmlich aber sauber. Derartiges wollte Landesvater Wulff Zweitfrau Bettina nicht zumuten. Mit den 50. – 60.000 Euro im Jahr, die ihm nach der Scheidung blieben, waren indes keine großen Sprünge zu machen. Doch die Geerkens aus Osnabrück halfen ihm aus der Klemme. Als dann im Januar 2010 die Florida-Reise hochkochte, wollte Wulff seine Gönner nicht nennen. Verständlich. Vorbild Kohl hatte das auch nie getan. Hurtig finanzierte er um. Über den „Nord-Süd-Dialog“ fand er endlich ein soziales Kreditinstitut. Das bediente den bedürftigen MP sogar noch ein wenig günstiger als die Geerkens. Bei der BW-Bank zahlten die Wulffs fortan zwischen 0,9 und 2,1 Prozent. Vorbildlicher geht es wirklich nicht.

In Zeiten der Euro-Turbulenzen, Börsenkrisen und Konjunktur-Ängste könnte Wulffs Finanzierungsmodell der Wirtschaft ganz neue Impulse geben. Mit einem Wulff-Kredit würden viele Bau-willige eher heute als morgen freudig durchstarten. Daraus könnte sich enormer Schub für die Volkswirtschaft entwickeln. Doch statt sein legales Finanzierungsmodell offensiv zu propagieren – im Stile seines AWD-Freundes Maschmeyer – scheint Wulff sich dessen vorbildlich zu schämen:

„Mir ist klar geworden, wie irritierend die private Finanzierung unseres Einfamilienhauses in der Öffentlichkeit gewirkt hat. Das hätte ich vermeiden können und müssen. Ich hätte auch den Privatkredit dem niedersächsischen Landtag damalig offenlegen sollen. Das war nicht gradlinig, und das tut mir leid. Ich sehe ein, nicht alles, was juristisch rechtens ist, ist auch richtig.“

Nach dieser Verlautbarung des Bundespräsidenten senkt sich Weihnachtsfrieden über Stadt und Land. Mit seiner erneuten Vorbildhaftigkeit ist Christian Wulff fraglos eine Zierde für das höchste Amt im Staate. Solche Vorbilder braucht unser Land! Jetzt fehlt nur noch der Heiligenschein.…

Weihnachtsansprache 2011 Bundespräsident Christian Wulff als PDf zum download

Affäre Wulff: Hier stinkts gewaltig! „Die ganze Kampagne stinkt nach Inszenierung.“

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4 Kommentare
  1. Haap de Snell permalink

    Er hat die Judenfrage nicht explizit erwähnt und dass wir uns, also nur die Deutschen, zu unserer Schuld bekennen müssen für die nächsten 100.000 Jahre.
    Schlimm, also so etwas darf einfach nicht passieren, getz.
    Haben da die Vertreter der Holo-Industrie etwa gepennt?
    Na, das Gute ist, da bekommen die Israels als Entschädigung noch mal 500 U-Boote, 10.000 Leopard-Kampffliegerpanzer Mark III und ein Handgeld von 1.500 Mrd. Euro – in Gold!
    Tot siens.

  2. Wulff ist auch nur eine Marionette des BRD Regimes !

  3. Ein wirklich sehr schöner Beitrag der zeit wie es in der Politik nicht sein sollte!

  4. Waffenstudent permalink

    Die Besatzungszeitung „Die Welt“ will Günter Jauch als „Wulffnachfolger“ und neuen Bundespräsidenten – Also wieder ein Beinahkrimineller oder eher doch nicht?

    Es darf gelacht werden; denn jetzt wird Günther Jauch für das Amt des Bundespräsidenten vorbereitet; denn auch der ist verdächtig. Er ist nur immer mitgegangen, hat dabei mächtig verdient und seine Karriere voran getrieben. So moderierte Jauch die Beiträge, welche der Trierer Michael Born für Stern TV angefertigt hatte. Denen konnte jeder Oberdepp ansehen, daß alles, was Günther Jauch hier erzählte, erstunken und gelogen war. Gut, der Born kam dann zur Strafe in den Knast und der Jauch später zur Belohnung zu RTL, ARD und ZDF. (Ach ja, natürlich hält der Günther Jauch für viel Asche auch die Laudatio auf Maschmeier und ähnliche schräge Figuren!)

    Nachfolgender Text aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Born

    Dokumentarfilmfälschung [Bearbeiten]

    In seinen Filmen hatte Born zum Beispiel angebliche Kindersklaven gezeigt, die in Indien für Ikea Teppiche knüpften, und ein angebliches Ku-Klux-Klan-Treffen in der Eifel, das er mit Freunden inszeniert hatte.

    Born selbst weist noch heute darauf hin, dass vor allem zu Beginn seiner Tätigkeiten nicht der Spaß am Fälschen, sondern die eigene Sicherheit gepaart mit journalistischem Eifer seine eigentlichen Beweggründe waren. Alles begann damit, dass er zu seiner eigenen Sicherheit reale Kriegsberichte mit Archivaufnahmen von Explosionen u. ä. versah. Hier bemerkte er zum ersten Mal, dass dieses Material nur sehr oberflächlich geprüft wurde, und begann, diese Methode auch bei anderen Reportagen anzuwenden. Er wusste von Firmen, die in Indien Kinder beschäftigen genauso wie von der Möglichkeit, Drogen über Guadeloupe nach Frankreich und damit in die EU zu schmuggeln, da er beide Informationen aus erster Hand hatte. Doch der Versuch, diese Vorkommnisse real zu filmen, war dermaßen gefährlich, dass er sich entschied, diese wahren Begebenheiten nachzustellen. Im Lauf der Zeit jedoch nahm Borns Dreistigkeit immer mehr zu, so dass er schließlich entlarvt wurde, als ein Polizist feststellte, dass – laut Gutachten mit 60-prozentiger Wahrscheinlichkeit – die Stimme des sogenannten Ku-Klux-Klan-Redners identisch war mit der Stimme des angeblichen Drogenkuriers aus Guadeloupe. Mit diesem Druckmittel brachte die Staatsanwaltschaft einen von Borns Mitarbeitern zu einem vollen Geständnis.[1]

    Das Landgericht Koblenz verurteilte Born im Dezember 1996. Die Anklage warf ihm 32 gefälschte Dokumentationen vor, wovon ihm 16 nachgewiesen werden konnten. Bei einigen der anderen Filme erkannte das Gericht die Mitschuld oder gar den Auftrag durch die Sender an. Für jeden nachgewiesenen Betrug wurde er zu drei Monaten Haft verurteilt, also zu einer Gesamtstrafe von vier Jahren Haft.

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