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Affäre Wulff: Wo kommt das Geld denn her? Schwarzarbeit? Prostitution? Drogen? Raubkopien?

5. Januar 2012

Eine Äußerung in Wulffs neuestem Entschuldigungs-Interview sollte man näher betrachten: „Ich möchte nicht Präsident in einem Land sein, in dem sich ein Mensch kein Geld mehr von Freunden leihen kann.“

Das ist sicher eine grundsätzlich richtige Aussage. Jeder sollte das Recht haben, sich Geld zu leihen. Ob von einer Bank oder von einer anderen Person. Und jetzt versuchen Sie einmal, 500.000 Euro an jemanden zu überweisen. Von einem Privatkonto zu einem anderen. Ohne, dass eine Rechnungsnummer im Überweisungszweck steht. Bei der Bank werden alle Warnlampen leuchten.

Sie müssen genau erklären, was Sie mit dem Geld vorhaben. Sie können förmlich spüren, wie auf einmal ein Geldwäsche-Verdacht auf Ihren Schultern lastet. Da kann es durchaus sein, dass es morgens um halb acht heftig klingelt und jemand vor der Tür steht der dann auch noch dumme Fragen stellt. 

Oder Sie kaufen eine Eigentumswohnung. Nichts luxuriöses in Burgwedel, sondern ein ganz normales Appartment, damit Sie keine Miete mehr zahlen müssen. Da werden Sie merken, wie das Finanzamt auf einmal aktiv wird. Wo kommt das Geld denn her? Schwarzarbeit? Prostitution? Drogen? Raubkopien?

So genau werden die Steuerbehörden vielleicht gar nicht fragen, denn sie können ja einfach nachschauen. Nach aktueller Rechtsprechung dürfen Kontoprüfungen durchgeführt werden, wenn „steuerlicher Klärungsbedarf“ bestehen könnte – und bei welchem Steuerzahler ist das nicht der Fall?

Nebenbei, auch bei 500.000 privat überwiesenen Euro wird sich so manches Finanzamt die sonstigen Kontobewegungen zu Gemüte führen.

In Grenznähe sollte man auch nicht zuviel Bargeld oder Wertsachen dabeihaben. Wenn sich der Zoll dafür interessiert, muss man nämlich ab einer gewissen Höhe „Art, Zahl und Wert anzeigen sowie die Herkunft, den wirtschaftlich Berechtigten und den Verwendungszweck darlegen“. Aber auch im Kleinen sind wir bestens überwacht: Kaufen Sie einmal eine größere Menge an Briefmarken bei der Post oder auch nur eine moderate Menge an Paketmarken. Ab 150 Euro werden Ihre Personalien erfasst.

„Ich möchte nicht Präsident in einem Land sein, in dem sich ein Mensch kein Geld mehr von Freunden leihen kann.“ Dann sollte Herr Wulff tatsächlich zurücktreten. Denn in Deutschland ist mittlerweile jeder verdächtig.

Linkverweise

Finanzamt: „Steueropfer Bordellbetreiber“ im katholischen Bayern und gierige Finanzämter

Unsere Regierungsbeamten – nur „Dreck am Stecken“

Affäre Wulff: Hier stinkts gewaltig! „Die ganze Kampagne stinkt nach Inszenierung.“

Bundespräsident Christian Wulff tritt nicht zurück – Wulff entlässt Sprecher und gibt Erklärung.

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One Comment
  1. Dref permalink

    Vielleicht sind Kredite ja legales Schwarzgeldwäschen?

    Man erhält offiziell einen Kredit, zahlt jedoch die Raten nicht zurück.
    Wo kein Kläger, da kein Richter…

    Nebenbei wurde das Geld offiziell verbucht und man zahlt auch keine Einkommenssteuer…

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