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Dokumentation des Leidens: Der UNO-Bericht zu Folterungen in afghanischen Gefängnissen

8. Januar 2012

Im Auftrag des Sicherheitsrats haben UNO-Mitarbeiter seit Oktober 2010 knapp 400 Häftlinge in afghanischen Gefängnissen befragt – ohne die Anwesenheit von Wärtern und in ihrer jeweiligen Muttersprache.  

Quelle: Axel Weipert – dasdossier.de

Dabei kamen Betroffene aus zahlreichen Provinzen zu Wort, aus insgesamt 47 Anstalten der Nationalpolizei, des Geheimdienstes und anderer Behörden. Fast alle der zufällig ausgewählten Inhaftierten werden beschuldigt, in unterschiedlicher Form an Aufständen gegen die Regierung teilgenommen zu haben, einige »gewöhnlicher« Delikte; ein nicht geringer Teil weiß überhaupt nicht, warum er verhaftet wurde. Die Ergebnisse sind insgesamt erschreckend: Fast die Hälfte von ihnen wurde gefoltert.

Dabei setzte man sie mit unterschiedlichsten Mitteln unter Druck: Schläge, Todesdrohungen und anderes sind hier offenbar an der Tagesordnung. Besonders der Geheimdienst NDS scheint systematisch Folter anzuwenden. Die internationalen Truppen wurden von Menschenrechtsorganisationen wiederholt auf die unhaltbaren Zustände aufmerksam gemacht, passiert ist aber wenig. Bis vor kurzem überstellten sie sogar noch Häftlinge an die entsprechenden Einrichtungen.

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