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Indien: Arundhati Roy – Der Ausverkauf Indiens und die Verantwortlichen

24. Januar 2012

Die Geschäfte gehen gut in Indien, die Wirtschaft boomt, doch im Schatten dieser guten Nachrichten gedeiht nach wie vor die Korruption im Staat und in der Gesellschaft.

Beinahe täglich erschüttern neue Enthüllungen über den Missbrauch von Macht, Geld und Einfluss die indische Öffentlichkeit. Doch nun wächst endlich auch der Einfluss einer neuen Gegenöffentlichkeit – vor einiger Zeit noch war es vor allem Arundhati Roy, die Schriftstellerin und Aktivistin, die viele Proteste mit anführte.

Auf ihrer Seite stehen nun Binayak Sen, Arzt, Menschenrechtsaktivist und Streiter für eine ärztliche Versorgung für alle, auch für die Armen – und Anna Harare, dessen Hungerstreik letztendlich dazu führte, dass das indische Parlament sich jetzt endlich des lange Jahre verschobenen Antikorruptionsgesetzes annimmt. Reporter haben die neuen Streiter für Gerechtigkeit in Indien ein paar Tage lang begleitet.

hier weiterlesen und VideoDokumentation sehen

Arundhati Roy – Der Ausverkauf Indiens und die Verantwortlichen

Buchtipp – Der Gott der kleinen Dinge – Arundhati Roy

Der Gott der kleinen Dinge ist ein fesselndes und mitunter nicht ganz leicht verdauliches Leseerlebnis, denn die Autorin scheut sich nicht, sich mit unbequemen Themen auseinanderzusetzen.

Die Geschichte dreht sich um eine indische Familie, die hin und her gerissen ist zwischen Klassen- und Kasten-Unterschieden, einer Scheidung, größeren und kleineren Eifersüchteleien und Rivalitäten. Unter dem Druck dieser Umstände zerbricht die Familie schließlich. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die Zwillinge Rahel und Estha, deren Mutter es wagte, sich gegen die herrschenden Konventionen zu stellen, sich scheiden ließ und einen Unberührbaren liebte.

Die Handlung ist stilistisch wunderschön verpackt. Zahlreiche Rückblenden, Erinnerungen und Hinweise auf wichtige Ereignisse im Leben der Protagonisten werden unter den Händen von Arundhati Roy zu einem schillernden Teppich, der von Haß, Liebe, Vergeltung und Vergebung erzählt. Besonders faszinierend ist der Einblick in das uns fremde indische Kastensystem, den die Autorin uns gewährt. Viele kleine und doch so aussagekräftige Szenen, die in einer sehr aussagekräftigen und malerischen Prosa geschildert werden, zeigen dem Leser, daß es die kleinen Dinge sind, die das Leben lebenswert machen.

Ich machte im Laufe des Buches alle Stationen von Wut, Freude, Glück und Trauer durch, und doch schloß ich das Buch mit einem Lächeln und der Gewißheit, das das Leben trotz allen Härten doch schön ist.

Der Gott der kleinen Dinge – Arundhati Roy 

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